Am letzten Tag meines Beirut-Aufenthalts ist es Zeit, eine kleine Bilanz zu ziehen. Vier Wochen war ich nun in diesem kleinen Land, und ich habe wenig Einblick gewinnen können in die unglaubliche Dichte von verschiedenen Kulturen, Religionen, Baustilen, aber auch von Landschaften und klimatischen Bedingungen.
Wäre ich im Frühjahr gekommen, so hätte ich binnen einer Stunde vom Badestrand ins Skigebiet fahren können. Oben in den Bergen bin ich gestern noch mal gewesen, und habe dort den ersten Schnee dieses Winters gesehen während in Beirut noch immer sommerliche Temperaturen herrschen.
Der höchste Berg des Landes, Qornet as-Sawda, ist immerhin 3088 Meter hoch. Dass sich die Libanesen für solche Zahlen nicht interessieren, habe ich bei dieser Tour wieder mal erleben dürfen. Der Kollege Bassem, der mich begleitet hat, und Taxifahrer Rami waren sich nicht einig über die genaue Höhe des Berges im Norden des Libanon-Gebirges. Rami taxierte die Höhe auf 2800 Meter, während Bassem auf 3388 tippte.
Beides falsch, aber was soll`s. Jedenfalls kann man in dieser Gegend im Winter Ski fahren und im Sommer wandern gehen. Die Besteigung des Berges inklusive Abstieg ist bei halbwegs guter Kondition in fünf Stunden zu schaffen. Wobei es sich um eine Wanderung ohne größere Klettereien handelt. Nachher kann man dann die einzigartigen Zedernwälder besichtigen. Einige der Bäume sollen um die 3000 Jahre alt sein. Ob`s tatsächlich stimmt, wer weiß. Sie sehen jedenfalls mit ihren fächerartigen Baumkronen ziemlich imposant aus.
Die Bäume gedeihen, wie mir Rami erzählte, so richtig erst auf einer Höhe von etwa 1800 Metern, also kurz vor der Baumgrenze. In den Souvenirläden des Ski-Orts, der den einfachen Namen The Cedars trägt, kann man allerlei Schnickschnack aus Zedernholz kaufen, unter anderem Schlüsselanhänger mit eingraviertem Namen.
Wenn man den Libanon das Gebirge hat dem Land seinen Namen gegeben weiter Richtung syrische Grenze fährt, erreicht man die Bekaa-Ebene. Die liegt auf etwa 1000 Höhenmetern und hat wieder ein anderes Klima. Dort warten in Baalbek die Ruinen der größten römischen Tempelanlage außerhalb Roms auf Touristen. Ich war nicht dort, als in der Bekaa-Ebene eine christliche Schule besucht habe, hat es zu doll geregnet.
Egal, mit Ruinen kann man sich eh nicht unterhalten. Stattdessen habe ich (in Maßen, versteht sich) den Rotwein von Kefreya und Ksara genossen, der ebenfalls in der Bekaa-Ebene gedeiht. Lecker.
Der Platz reicht hier nicht aus, um ein ausführliches Resümee dieser vierwöchigen Reise zu ziehen. Nur so viel: Ich habe ein Land mit einer außergewöhnlichen Dichte sowie größtenteils offenen und toleranten Menschen kennen gelernt. Es gäbe noch einiges zu entdecken, den Süden zum Beispiel habe ich nicht gesehen. Wer weiß . . .
Noch ein Hinweis: Wer sich für die in der FR erschienen Beirut-Artikel interessiert, der kann auf der Homepage www.fr-online.de, im Archiv die Suchworte Beirut und Müller-Bialon eingeben. Dann tauchen sie auf, es müssten acht Artikel sein (der achte erscheint am Samstag, 15. November).
Ein Dank noch an alle Leser, die diesen Blog verfolgt und mitdiskutiert haben. Allen voran Roeschen.
Wäre ich im Frühjahr gekommen, so hätte ich binnen einer Stunde vom Badestrand ins Skigebiet fahren können. Oben in den Bergen bin ich gestern noch mal gewesen, und habe dort den ersten Schnee dieses Winters gesehen während in Beirut noch immer sommerliche Temperaturen herrschen.
Der höchste Berg des Landes, Qornet as-Sawda, ist immerhin 3088 Meter hoch. Dass sich die Libanesen für solche Zahlen nicht interessieren, habe ich bei dieser Tour wieder mal erleben dürfen. Der Kollege Bassem, der mich begleitet hat, und Taxifahrer Rami waren sich nicht einig über die genaue Höhe des Berges im Norden des Libanon-Gebirges. Rami taxierte die Höhe auf 2800 Meter, während Bassem auf 3388 tippte.
Beides falsch, aber was soll`s. Jedenfalls kann man in dieser Gegend im Winter Ski fahren und im Sommer wandern gehen. Die Besteigung des Berges inklusive Abstieg ist bei halbwegs guter Kondition in fünf Stunden zu schaffen. Wobei es sich um eine Wanderung ohne größere Klettereien handelt. Nachher kann man dann die einzigartigen Zedernwälder besichtigen. Einige der Bäume sollen um die 3000 Jahre alt sein. Ob`s tatsächlich stimmt, wer weiß. Sie sehen jedenfalls mit ihren fächerartigen Baumkronen ziemlich imposant aus.
Die Bäume gedeihen, wie mir Rami erzählte, so richtig erst auf einer Höhe von etwa 1800 Metern, also kurz vor der Baumgrenze. In den Souvenirläden des Ski-Orts, der den einfachen Namen The Cedars trägt, kann man allerlei Schnickschnack aus Zedernholz kaufen, unter anderem Schlüsselanhänger mit eingraviertem Namen.
Wenn man den Libanon das Gebirge hat dem Land seinen Namen gegeben weiter Richtung syrische Grenze fährt, erreicht man die Bekaa-Ebene. Die liegt auf etwa 1000 Höhenmetern und hat wieder ein anderes Klima. Dort warten in Baalbek die Ruinen der größten römischen Tempelanlage außerhalb Roms auf Touristen. Ich war nicht dort, als in der Bekaa-Ebene eine christliche Schule besucht habe, hat es zu doll geregnet.
Egal, mit Ruinen kann man sich eh nicht unterhalten. Stattdessen habe ich (in Maßen, versteht sich) den Rotwein von Kefreya und Ksara genossen, der ebenfalls in der Bekaa-Ebene gedeiht. Lecker.
Der Platz reicht hier nicht aus, um ein ausführliches Resümee dieser vierwöchigen Reise zu ziehen. Nur so viel: Ich habe ein Land mit einer außergewöhnlichen Dichte sowie größtenteils offenen und toleranten Menschen kennen gelernt. Es gäbe noch einiges zu entdecken, den Süden zum Beispiel habe ich nicht gesehen. Wer weiß . . .
Noch ein Hinweis: Wer sich für die in der FR erschienen Beirut-Artikel interessiert, der kann auf der Homepage www.fr-online.de, im Archiv die Suchworte Beirut und Müller-Bialon eingeben. Dann tauchen sie auf, es müssten acht Artikel sein (der achte erscheint am Samstag, 15. November).
Ein Dank noch an alle Leser, die diesen Blog verfolgt und mitdiskutiert haben. Allen voran Roeschen.
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14.11.2008 | 22.56 Uhr | Roeschen
Hallo Müller,
schluchz, das ist ja schade, selbst für mich als Leser. Danke für den Hinweis. Werd ich Morgen direkt mal nach schaun. Baumgrenze? Hm, die ist tatsächlich im Himalaja viel, viel höher, je nach Gebiet. In Leh wachsen noch Pappeln und Birken auf 3.3oo m. Ja, ich hab es gern gelesen.
Gute Heimfahrt und schnelles Wiedereinleben. Braucht Zeit. Ich sehne mich immer noch zurück.
herzlichst
Röschen
schluchz, das ist ja schade, selbst für mich als Leser. Danke für den Hinweis. Werd ich Morgen direkt mal nach schaun. Baumgrenze? Hm, die ist tatsächlich im Himalaja viel, viel höher, je nach Gebiet. In Leh wachsen noch Pappeln und Birken auf 3.3oo m. Ja, ich hab es gern gelesen.
Gute Heimfahrt und schnelles Wiedereinleben. Braucht Zeit. Ich sehne mich immer noch zurück.
herzlichst
Röschen







