Wenn man wissen will, ob und wie die verschiedenen Kulturen in Beirut ihr Zusammenleben organisieren, kann man mit Religionsführern reden oder das Parlament besuchen. Es geht aber auch schneller und einfacher: Man muss bloß an einem Sonntagnachmittag zur Corniche, der Strandpromenade im Westen der Stadt, gehen und die Leute beobachten.
Gestern hatte ich dieses Vergnügen. Eigentlich hatte ich nur vor, den Sonnenuntergang über dem Meer zu beobachten und ein paar Fotos zu machen. Einmal in vier Wochen sollte man dieses Schauspiel doch gesehen haben. Die Sonne geht in Beirut schon so gegen fünf Uhr (deutsche Zeit vier Uhr) unter, und zwar etwa in Höhe des Pigeon-Rock, des direkt am Ufer gelegenen Taubenfelsens.
Um das Schauspiel zu erleben, muss ich ein Stück auf der Corniche entlang radeln. An einem Werktagmorgen habe ich das schon mal gemacht, da war fast nichts los.
Diesmal aber war die Promenade nicht wiederzuerkennen. Tausende Leute haben sich auf der etwa einen Kilometer langen Strecke gedrängelt, und es war ein kunterbuntes Gemisch aller möglichen Kulturen. Familien mit Kindern, Frauen mit und ohne Kopftuch, Jogger, Inlineskater, ältere Männer in arabischen Gewändern und und und.
Das Erstaunliche an dieser Szene war, dass die Leute trotz des Getümmels einen entspannten Eindruck machten. Ich dagegen habe öfters die Luft angehalten, wenn die Jungs mit den Inlinern in einem Affenzahn haarscharf an kleinen Kindern vorbeigerast sind, die da gerade herumliefen oder ihre ersten Versuche auf dem Dreirad unternahmen. Ein Wahnsinn. Aber niemand hat geschimpft oder den Rüpeln hintergerufen.
Das Ganze wirkte wie eine Riesenparty, wie ein überdimensionales Familienfest. Am Straßenrand standen geparkte Autos mit offenen Türen, aus denen allerlei und vor allem laute Musik nach draußen drang. Und an den Balustraden hielten die Angler ihre Köder ins Wasser. Das einzige, was fehlte, war ein Eisstand.
Fast hätte ich vor lauter Staunen den Sonnenuntergang vergessen. Ich bin dann gerade noch rechtzeitig gekommen. War nett, das Versinken der Sonne am Horizont zu verfolgen. In meiner Erinnerung wird aber eher die Party an der Corniche haften bleiben.
Noch ein Wort zum Thema Stromausfall. Nach meinen Informationen sind das keine geplanten Ausfälle, sondern sie resultieren aus Spannungsschwankungen im Netz. Wie gesagt, die Leute hier sind darauf eingestellt, auch im Hotel passiert das immer wieder.
Gestern hatte ich dieses Vergnügen. Eigentlich hatte ich nur vor, den Sonnenuntergang über dem Meer zu beobachten und ein paar Fotos zu machen. Einmal in vier Wochen sollte man dieses Schauspiel doch gesehen haben. Die Sonne geht in Beirut schon so gegen fünf Uhr (deutsche Zeit vier Uhr) unter, und zwar etwa in Höhe des Pigeon-Rock, des direkt am Ufer gelegenen Taubenfelsens.
Um das Schauspiel zu erleben, muss ich ein Stück auf der Corniche entlang radeln. An einem Werktagmorgen habe ich das schon mal gemacht, da war fast nichts los.
Diesmal aber war die Promenade nicht wiederzuerkennen. Tausende Leute haben sich auf der etwa einen Kilometer langen Strecke gedrängelt, und es war ein kunterbuntes Gemisch aller möglichen Kulturen. Familien mit Kindern, Frauen mit und ohne Kopftuch, Jogger, Inlineskater, ältere Männer in arabischen Gewändern und und und.
Das Erstaunliche an dieser Szene war, dass die Leute trotz des Getümmels einen entspannten Eindruck machten. Ich dagegen habe öfters die Luft angehalten, wenn die Jungs mit den Inlinern in einem Affenzahn haarscharf an kleinen Kindern vorbeigerast sind, die da gerade herumliefen oder ihre ersten Versuche auf dem Dreirad unternahmen. Ein Wahnsinn. Aber niemand hat geschimpft oder den Rüpeln hintergerufen.
Das Ganze wirkte wie eine Riesenparty, wie ein überdimensionales Familienfest. Am Straßenrand standen geparkte Autos mit offenen Türen, aus denen allerlei und vor allem laute Musik nach draußen drang. Und an den Balustraden hielten die Angler ihre Köder ins Wasser. Das einzige, was fehlte, war ein Eisstand.
Fast hätte ich vor lauter Staunen den Sonnenuntergang vergessen. Ich bin dann gerade noch rechtzeitig gekommen. War nett, das Versinken der Sonne am Horizont zu verfolgen. In meiner Erinnerung wird aber eher die Party an der Corniche haften bleiben.
Noch ein Wort zum Thema Stromausfall. Nach meinen Informationen sind das keine geplanten Ausfälle, sondern sie resultieren aus Spannungsschwankungen im Netz. Wie gesagt, die Leute hier sind darauf eingestellt, auch im Hotel passiert das immer wieder.
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12.11.2008 | 10.26 Uhr | Roeschen
Hört sich gut an, ist auch meine Reiseerfahrung aus Indien/Nepal! Das wünsche ich mir hier auch, aber der Deutsche an sich ist Moralist und irgendwie immer auch ein bißchen Gott,-))
Danke für die Info zum Stromausfall!
Viele Grüße
Röschen
Danke für die Info zum Stromausfall!
Viele Grüße
Röschen







