“Take up arms..."
Kampf gegen Rechts? Weit gefehlt....
“Take up arms! Take up arms upright democrats, defenders of human liberties and freedom, it’s time now already...”
 
Nein, um dies von vorneherein auszuschließen, dies ist KEIN AUFRUF ZU GEWALT. Aber ein schreiender Appell an alle, die in diesem Land immer noch nicht gemerkt haben, dass rechts-autoritäre, extrem menschenverachtende faschistische und neo-nazisitische Gruppen seit Jahrzehnten organisiert, aktiv und mit mörderischer Entschlossenheit unsere Gesellschaft bekämpfen.
 
Die Waffen unserer Zivilgesellschaft, die Wahrheit und das Wort, die Entschlossenheit aller aufrechten Demokraten und der um ihre Freiheit zu recht besorgten Bürger sich nicht widerstandslos dem Druck rechter Agitatoren und Gewalttäter zu beugen, und die Kraft unserer Einigkeit unsere Gesellschaft vor der faschistischen Gefahr zu schützen und auch im Widerstand zu bewahren, diese Klingen müssen wir bereit sein aufzunehmen und uns dem Nazimob entgegenstellen.
 
Das Entsetzen über das rechte Attentat von Passau, ist zu recht umfassend und parteienübergreifend. Zeigt es doch das bedrohliche Ausmaß der Gefahr durch rechtsterroristische (so würde man das jedenfalls a la R.A.F. von links titulieren) Anschläge.
 
Dass dies keine neue Gefahr ist, ist jedem rechtschaffenen Beobachter der einschlägigen Delikte der letzten Jahrzehnte klar. Wenn nicht schon die immer wiederkehrenden Angriffe auf MigrantInnen und AsylantInnen eindeutiges Zeichen waren, so wurde spätestens mit dem im Februar 1997 in Berlin verübten Schrotflintenanschlag auf einen der Partei „Die Linke“ nahestehenden Buchhändler durch einen einschlägig bekannten Neonazi das Gewaltpotential von Rechts in aller Deutlichkeit für jeden Menschen sichtbar.
 
Die Zunahme der rechtsextremen Propagandadelikte, die faschistische Strategie zur Erringung rechtsfreier Räume („nationale Zonen“) und die organisatorische Konsolidierung in den letzten Jahren muss alle freiheitlich gesinnten Demokraten alarmieren!
 
Die Worte der Bundeskanzlerin zu den Ereignissen „...die einen Angriff auf uns alle...“ darstellen, kann ich nur begrüßen. Deutschlands konservative Rechte gerade in CDU und CSU muss sich allerdings entscheiden, ob sie weiterhin die rechts-nationale Stimmung in Teilen ihrer Anhängerschaft gezielt bedienen will (a la Roland Koch) oder ob sie endlich bereit ist konsequent für Freiheit und Demokratie und gegen JEDE Form rechts-autoritärer bis krypto-faschistischer Propaganda und Gewalt aufzustehen.
 
Von den Entgleisungen eines Oetinger, den taktischen Zündelleien unseres Schreibtischpopulisten Roland oder der unseligen Erika und den vielen Dregger mäßigen Alt-Nazi Leichen im Keller des Adenauer-Hauses, die Geschichte der CDU/CSU ist bis heute gespickt mit bräunlichen bis braunen Flecken.
 
Es stände der konservativen Rechten Deutschlands mehr als gut zu Gesicht sich hier endlich und eindeutig hinter den Worten der amtierenden Kanzlerin zu positionieren und ganz aktiv diese Haltung als allgemeines Benimm in ihre gesellschaftlichen Wirkungskreise einzubringen. Denn der Schoß ist fruchtbar noch... Und es ist allerhöchste Zeit von den absurden Vergleichen zwischen links- und rechtsextremer Taten zu lassen, sollte einem doch spätestens die Strategie des rechten Attentäters auf das Solid Jugendcamp zu denken geben, der am Rande einer linken Demonstration provoziert um zu „beweisen“, dass auch von links Gewalt ausgeübt wird.
 
Die perverse Verdrehung von Ursache und Wirkung bar jeder Logik, die hier als fadenscheiniges Mäntelchen über die brutale Durchsetzungsstrategie geworfen wird, entspricht ganz dem faschistischen Ansatz, das System von Innen heraus zu zerstören.
 
Der Ruf nach Strafverschärfung für unterschiedlichste Delikte an dieser Stelle, führt jedoch in eine fatal falsche Richtung. Unsere Exekutive deutlich gegen rechtsextreme Verstöße und Straftaten, auch ideologisch in Stellung zu bringen, und diese nicht zu stillschweigender oder abwiegelnder Duldung zu ermuntern, und den demokratischen Rechtsstaat und seine Gesetzen in diesem Zusammenhang unnachgiebig gegen rechte Tendenzen durchzusetzen, ist ein Gebot der Stunde.
 
Die klare und eindeutige Auseinandersetzung mit den Wurzeln rechts-autoritärer und faschistischer Gesinnung und ihre soziale Ächtung ein anderes. Das bürgerliche und kulturelle Engagement für Toleranz, interkulturelles Miteinander und demokratische Freiheiten ein Drittes.
 
So ist es schon längst allerhöchste Zeit gemeinsam aufzustehen und sich dem offenen und verdeckten Rechtsextremismus und jeder Form krypto-faschistischer Ideologisierung wehrhaft und laut entgegenzustellen.
 
Also:
Keinen Fußbreit Boden dem Faschismus!!!
 

Euer Bürger W.
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19.12.2008 | 19.38 Uhr | Roeschen *****Sterne für Deinen Beitrag. Ich habe in der TAZ gelesen. Man kann nur froh sein, dass es Menschen gibt, die aufschreien!
 
Gruß aus Köln
 
Röschen
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